Die Florianshütte – Geschichte mit Haltung
Die Florianshütte steht seit fast 100 Jahren am Brauneck.
Gebaut wurde sie nicht aus Prestige – sondern aus Begeisterung für den Berg.
1928 errichteten bergverliebte Feuerwehrkameraden der Berufsfeuerwehr München
die Hütte mit reiner Handarbeit und Muli-Transporten. Was als einfache Unterkunft
begann, wurde schnell zum Treffpunkt für alle, die draußen unterwegs waren. Der
erste Anbau ließ nicht lange auf sich warten.

In den bewegten Vorkriegsjahren wechselte die Hütte den Besitzer und ging in das
Eigentum der Landeshauptstadt München über – geprägt wurde sie aber weiterhin
von den Münchner Feuerwehrlern. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte neues Leben
ein: Die Florianshütte wurde wieder bewirtschaftet, ausgebaut und Schritt für Schritt
an die Bedürfnisse der Gäste angepasst.

Mit dem Bau der Brauneck-Bergbahn, Strom, Wasser und später der
Materialseilbahn wurde das Leben auf der Hütte einfacher – aber nie beliebig. Es
gab Hochzeiten und Durststrecken, Zeiten voller Betrieb und Zeiten, in denen die
Feuerwehrler selbst mit anpacken mussten, um die Hütte am Leben zu halten.
Seit den 1980er-Jahren ist die Florianshütte ein fester Bestandteil des Braunecks –
als Einkehr, als Übernachtungsort, als Platz für Begegnung und Zusammenkunft.
Küche, Gaststuben und Infrastruktur wurden immer wieder erneuert, ohne den
Charakter zu verlieren.

2016 bedeutete eine brandschutzbedingte Schließung einen harten Einschnitt. Nach
aufwendigem Umbau, neuem Sicherheitskonzept und viel Geduld konnte die Hütte
2018 wieder öffnen – sicherer, aber immer noch dieselbe.

Heute verbindet die Florianshütte das, was sie schon immer ausgemacht hat:
Kameradschaft, Bergliebe und a gscheide Portion Ehrlichkeit.